/ PUPPENBAU, PUPPENSPIEL /
REGIE: Dr. Susann Neuenfeld / Panzerkreuzer Rottkäppchen
PREMIERE: 2025. Friedrich-Wolf Theater, Eisenhüttenstadt
Eine dokumentarische Performance über Eisenhüttenstadt, als postindustrielle Landschaft, und über kollektive Erinnerung, die Stimmen, Objekte und Räume einer untergehenden Arbeiter*innenwelt zu einem theatralen Archiv verdichtet.
„70 Jahre – die Geschichte einer Stadt und eines Theaters konzentriert sich in diesem außergewöhnlichen, polyphonen Bühnenereignis. Hüttenstadt Elegie ist kein klassisches Theaterstück, sondern ein begehbares, gemeinschaftliches Theatererlebnis: Es ruft Erinnerungen, Stimmen und Träume wach, die sich seit der Eröffnung des Friedrich-Wolf-Theater im Jahr 1955 angesammelt haben, und stellt zugleich die Fragen der Gegenwart in den Raum.
Eisenhüttenstadt – die einstige sozialistische Planstadt, geformt vom Versprechen der Stahlindustrie – kämpft heute stark mit Abwanderung und Arbeitslosigkeit. Gerade in diesem Kontext gewinnt das Theater als Ort der Begegnung besondere Bedeutung: als Raum, in dem eine Gemeinschaft sich selbst betrachten und ihre eigene Geschichte neu erzählen kann.
Die Berliner Künstlerinnen-Gruppe Panzerkreuzer Rotkäppchen arbeitet gemeinsam mit zahlreichen Akteurinnen der Stadt – Chören, Tanzensembles, Musikerinnen, bildenden Künstlerinnen und lokalen Erzähler*innen. Das Ergebnis entfaltet sich über mehrere Orte hinweg und durchzieht die Räume des Theaters: vom Foyer über die Garderoben bis in den Orchestergraben. Bewegung, Musik, Figurenspiel und persönliche Geschichten verweben sich zu einem Mosaik, das zugleich Erinnerung und Feier ist – eine Begegnung von Vergangenheit und Gegenwart in einer Stadt, deren Identität sich immer wieder neu formt.“






